Wohnhaus im Sennhof, Zollikerberg

Info

Auftragsgeber: Private Bauherrschaft
Auftragsart: Direktauftrag
Bauaufgabe: Gesamtinstandstellung Schutzobjekte, Kernzone
Bausumme BKP 1 - 9: -
Nettogeschossfläche: 430 m2
Volumen nach SIA 416: -
Leistung: Gesamtleitung, Projektierung, Baueingabe, Schutzvertrag, Bauleitung/ Baumanagement BBB AG
Fotos: Archiv Gemeinde Zollikon
Zeitraum: 2023-2025

Gesamtinstandsetzung  und Umbau
denkmalgeschütztes Doppelwohnhaus von 1626 in Kernzone

Beim Bestandesbau handelt es sich um ein mehrteiliges Flarzhaus im Weiler Sennhof, dem ländlichen Teil von Zollikerberg. Der Kernbau Sennhof 23 geht vermutlich auf das 15.Jahrundert zurück, da ein Lehenshof des Klosters Oetenbach an dieser Stelle erwähnt ist. Verschiedene Erweiterungsbauten sind im 17.Jh. urkundlich erwähnt. An der Ofenschwelle des Sennhof 23 deutet ein Verweis der Inschrift auf das Jahr 1882. Der Flarz oder das Flarzhaus beschreibt das Mehrzweckhaus eines einfachen Bauern. Die bauliche Intervention beschäftigt sich mit dem mittleren Doppelhausteil des langgestreckten Baukörpers. Die Baute wurde in Mischbauweise, als Massiv- und Riegelbau Fachwerkkonstruktionen erstellt. Unterbrochene Schwellbalken, doppelte Fachwerkständer, separate Hauseingänge sowie Brandmauern zwischen den Hausteilen lassen den Schluss zu, dass das Gesamtgefüge nicht gleichzeitig erbaut worden ist. Es handelt sich um additive Erwetierungen eines Kernbaus. Der langgestreckte vierteilige Baukörper stellt die grösste Gebäudegruppe im Weiler Sennhof dar und besticht durch seine mächtige und dominierende Erscheiung. Eigentlich sind es vier aneindergereihte Reihenhäuser mit Satteldachüberspannung und südseitig zwei grossen Giebellukarnern. An der südliche Traufseite tritt ein sichbar gut erhaltener Riegbau mit den Stuben und Bandfenstern in Erschinung. Bei der nordseitigen Traufseite sind die Reigel nur teilsweise sichtbar. Südseitig sind typische Vorgärten angelegt. Im Norden Ziegärten mit zentralemem Freiraum, welcher den Vereinigungsort aller Wege bildet. Wir schlagen einen zurückhaltenden Umgang mit der vorgefunden Struktur, Raumprogramm und Erschliessung vor. Die horizontalen und vertikalen Nutzungsüberlagerungen und Verchiebungen werden zurückgebaut, sodass die Vertikalen Trennungen der einzelnen reihenhausartigen Einheiten wieder hergestellt wird.

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