Museum Al Saydia Schule, Muscat Oman

Info

Auftragsgeber: National Museum Oman
Auftragsart: Direktauftrag
Bauaufgabe: Umbau Museum, Gartengestaltung
Bausumme BKP 1–9:
Nettogeschossfläche: 760m2/ Garten 2'200m2
Volumen nach SIA 416:
Leistung: Entwurfsplanung Gebäude, Umgebung und Möblierung, Ausstattung Ausführung COWI & Partners LLC Muscat
Fotos: Archiv National Museum Oman, Renderings Aeberli Architekten
Zeitraum: 2023 –

Umnutzung und Umbau Schulgebäude
in Museum, Lernzentrum und öffentliche Parkanlage

Das Al Sayidia Schulgebäude befindet sich in der heutigen Altstadt von Muscat im Sultanat Oman. Sie wurde 1940 von Sultan Said bin Taimur Al Said eröffnet. Zunächst als reine Knabenschule für die Kinder der Sultans- und wichtigen Scheichsfamilien konzipiert, wurden sie analog zu den Madrasas der Moscheen hautpsächlich in den Fächern Koranstudien und islamische Rechtsprechung unterrichtet. Daneben auch in andere grundlegenden Inhalten wie Arabisch, Englisch, Geschichte und Geografie. Im Jahr 2000 wurde die Al Saidiya-Schule auf Anordnung Sultan Qaboos in ein neues Gebäude verlegt, das direkt an die ursprüngliche Schule angrenzt. Das erste Schulgebäude wurde danach merhmaligen Nutzungänderungen unterzogen und soll nun zu einem Museum umgebaut werden. Archivierte Artefakte, Fotografien und Videodokumentationen sollen den Besuchern die Geschichte des omanischen Schulsystems näher bringen. In einem der beiden Gebäudeflügel des Baus wird zudem das Learning Center des National Museums neu untergebracht. Ein gross angelegter parkähnlihcer Garten wird den Besuchern und zum Wissenstransfer zu Verfügung stehen.

Das Gebäude der Al Sayidia Schule gilt uns aufgrund des erhaltenen Mauerwerksschale als einzigartig und wertvoll. Diese Hülle soll für die Nachwelt erhalten werden. All die Zeitschichten, die mittlerweile sauber abgetragen wurden, haben die historische Erzählung verklärt. Die zentrale Frage, die uns als Architekten lange Zeit beschäftigte, war was man dieser einzigartigen, rohen, radikalen Primärstruktur hinzufügen sollen. Doch die Antwort ist eigentlich einfach und fast offensichtlich: Es soll möglichst nichts hinzugefügt werden. Unser Projektentwurf ist ein Plädoyer für das Nichts und die Schönheit der vor Ort vorgefundenen Primärstruktur. Wir sichern und bewahren diese massive Struktur so, wie sie vorgefunden wurde. Das bedeutet, dass alle vorgefunden Öffnungen so belassen werden. Die Erfahrung der bestehenden Hülle wird die Hauptattraktion sein. Um dies zu unterstreichen wird eine graue, uniforme Welt um sie herum geschaffen, fast wie eine räumliche Einheit. Jedes neue Element wird monochrom sein, in ästhetischer Harmonie mit den Steinenelmenten und den Wänden des Mauerwerks. Umso üppiger und reicher gestalteten wir die parkähnliche, öffentlichen Gartenanlage.

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