Die stattliche Villa Sunneschy samt parkähnlichem Garten mit Bootshaus liegt am oberen Zürichsee in Stäfa. Die Anlage ist Teil des geschützten Ortsbildes Kehlhof und die Villa als wertvoller Zeitzeuge mit hohem Eigenwert im Inventar der kantonalen Denkmalpflege. Erbaut wurde die Villa durch das bekannte Zürcher Architekturbüro Pfleghard und Haefeli von 1906-08 in stilistischer Anlehnung an traditionelle, regionaltypische Zürichseehäuser mit ihren grossflächig gebrochenen Mansardenwalmdächern und den weissen, grob verputzen Mauerflächen mit schlichten steinernen Fenstereinfassungen. Auftraggeber war das Ehepaar Baumann-Kienast, welche aufgrund ihrer eigensinnigen Raum- und Farbvorstellung die Erscheinung des Bauwerks massgebend mitprägten. Die repräsentative Villa Sunneschy tritt als zweigeschossiger Massivbau mit winkelförmigem Grundriss unter imposantem Dach in Erscheinung. Im Inneren zeichnet sich ein komplexes Raumgefüge unterschiedlicher Höhen aus. Dies zeigt sich auch in den Fassaden, deren Komposition nicht von Symmetrie, sondern von der inneren Organisiation geprägt sind. Weite Teile der historischen, sorgfältig entworfenen Ausstattungselemente wie Täferungen, Cheminees, Türen, Mobiliareinbauten sind erhalten.
Da die letzte umfassende Restauration vor rund zwanzig Jahren durchgeführt wurde, soll die herrschaftliche Villa Sunneschy nun sorgfältig instandgesetzt werden. Um dem Schutzobjekt aber ganzheitlich gerecht zu werden, kann man das Interieur nicht getrennt von seiner Nutzung und Raumabfolge im Haus betrachten. Die Instandsetzungen sind sorgfältig abzuwägen, Ergänzungen und Umnutzungen sollen auch im/mit dem Interieur von Pflegenhard und Haefeli eine stimmige Gesamterscheinung erzielen.